Zwischen Sommer und Herbst

Ein heißer Sommer geht zu Ende und beschert uns traumhafte Frühherbsttage!

Die kräftigen, leuchtenden Farben finden ihren Weg über meine Augen und die Hand auch auf’s Papier – oder schlüpfen in Fotografien 😉 

Als Kontrast ist dann vielleicht etwas Schwarz-Weiß gefragt? Ostern hatte ich das ‚tangeln‘ für mich entdeckt – ihr erinnert euch? Zu diesem Thema fiel mir in der Bücherei ein Anleitungsbuch in die Hände: Strich für Strich werden Muster angezeigt; am Anfang kam ich mir manchmal vor wie ein Kind, welches seine ersten Buchstaben mühsam auf das Papier bringt…’Übung macht den Meister‘ – davon bin ich noch weit entfernt, doch manches ist schon vorzeigbar.

Das letzte Bild ist übrigens auf dem Tablet gemalt; es wird dann nicht ganz akkurat, aber trotzdem interessant (finde ich^^) Das Tangeln schärft meinen Blick: überall sehe ich sich wiederholende Muster: schaut euch doch mal diese Dahlien an:

Euch allen einen schönen Herbst – 

 

und wenn es kühler wird, den Schal nicht vergessen 😉 

Hitzerekord!

Wir brechen einen Hitzerekord nach dem anderen! Hallo?! Ich bin absolut unsportlich und hatte noch nie vor, einen Rekord in irgendetwas aufzustellen – geschweige denn, ihn zu brechen! Leider fragt das Wetter nicht danach…

 

Also versuche ich, die Wohnung mit mir darin möglichst kühl zu halten und bewege mich so wenig wie möglich. Im abgedunkelten Zimmer ist es nicht so einfach, die Aquarellfarben richtig zu mischen – ein paar Bilder musste ich aber trotzdem machen, die Eindrücke des Provence-Urlaubs sind einfach zu stark. Ich verstehe, warum es viele Künstler dorthin zog: man schwelgt in Farben und das Licht ist fantastisch!

 

Lavendel, Bougainvillea, Oleander, Blumen, deren Namen ich nicht kenne und ockerfarbene Felsen: ein Fest für die Augen!

 

Dörfer und Burgen, in die Berge geklebt; alte Kirchen, die für innere Einkehr und äußerliche Abkühlung sorgen.

Blicke aufs Wasser – schaut euch die Bilder an und erfreut euch daran – so vergesst ihr vielleicht für einen Moment die drückende Hitze!

Auf dem letzten Foto ist sogar Schnee zu sehen 🙂 

 

 

 

Lug und Trug

Politikern traut man sowieso nicht – und Politiker sollten auch niemandem trauen, wie das Possenspiel aus Österreich grade zeigt. Aber auch Künstlern kann man nicht trauen; ich verarbeite grade meine Ent-Täuschung über Emil Nolde – nur zu gerne habe ich die Geschichte von dem armen Maler geglaubt, der während der NS-Zeit nur heimlich malen durfte…

Öffne ich nun die Tür zu meiner Ausstellung:

Märchenhafte Gestalten:

Natur und Fantasie:

Riss in der Wirklichkeit:

Aufgepeppt, das Tuschebild:

 

Alles garantiert echt:

Und so segeln wir weiter, basteln uns unser eigenes Weltbild und werden auch weiterhin oft die Wahrheit nicht, nicht in Gänze und hoffentlich nicht zu spät erfahren.

 

Nein – so negativ darf dieser Beitrag nicht enden! Schnell noch ein freundliches Foto angehängt:

Es östert!

Wie jedes Jahr kommt Ostern schneller als erwartet. Aber es kommt – im Gegensatz zum Brexit, der vor Ostern schon gewesen sein sollte und jetzt erst einmal bis Halloween verschoben wurde.

Zum diesem Datum passt er auch viel besser, Gruseleffekt…

Wäre er schon vor Ostern gekommen – und Ostern ist das Fest der Auferstehung…?!

Es kommt ja jetzt schon zum Brexit: ‚täglich grüßt das May-Tier‘ .

Vielleicht bleibt uns das für eine Weile erspart? Themenwechsel!

 

Es ist immer wieder schön am Wasser – diesmal an der Ostseeküste. Das Wetter war so, wie es im März/April halt so ist, mal schöner, mal schlechter.

Mein Entspannungsbild aus dem letzten Beitrag hat Gesellschaft bekommen, aber nun ist auch genug 🙂

Viele schwärmen von Mandalas – Ausmalen von vorgezeichneten Feldern hat mir noch nie sonderlich gefallen – doch jetzt habe ich ‚Tangle-Tiles‘ entdeckt: bierdeckelgroße, weiße Blankokärtchen, die man selbst mit Mustern bemalt! Das hat für mich ein gewisses Suchtpotential…

Zum Abschluss noch ein Suchbild: wo ist der Osterhase?

 

Jetzt ist er zu sehen – und damit wünsche ich euch allen ein frohes Osterfest!!

 

 

Tanzende Tulpen

In diesem Jahr verwöhnt uns ein warmer Februar, Vorfrühlingsstimmung – flugs ein Körbchen mit Tulpenzwiebeln gekauft: jede Zwiebel treibt lange Stiele in die Höhe, kreuz und quer, wie zum Tanz. Aber ach, am Ende entwickelt sich eine einzige kleine Tulpe aus dem tanzenden Grün; dieses geht schnell in fahles Gelb und trockenes Braun über…

Nein, wir wollen diese Entwicklung nicht als Omen für das weitere Jahr nehmen, selbst wenn das folgende Experiment  aus Acryltusche, Wasser und Silikonöl auf den ersten Blick auch nicht frühlingshaft anmutet.

Doch aus dem Vergehenden entsteht Neues: weiße Blumen erheben sich aus dem toten Holz, so wie die ersten Winterlinge  aus dem verwelkten Laub hervorlugen.

Es wird doch! Bunte Vögel flattern auf, der Sonne entgegen:

Auch die  drei folgenden Bilder sind in Transfertechnik entstanden .
– die Umgebung der ersten beiden ergab sich nach und nach von alleine, sozusagen in Zwiesprache mit dem Papier – im Gegensatz dazu das dritte Bild, eine schnelle Skizze, zu der sich – schon wieder! – ein Vogel gesellt.

Nach so vielen bewegten Bildern zum Abschluss ein absolut meditatives Bild: Kreide strichweise auf einen Malkörper aufgetragen, mit den Fingern verstrichen und zum Schluss lackiert. Schon die Herstellung hat etwas sehr Beruhigendes – das sieht man dem Ergebnis auch an, finde ich; manch einer mag es sogar langweilig finden…

Und jetzt frisch ans Werk, was auch immer ihr beginnt!

neues Jahr, neues Glück…

Das neue Jahr fängt so an, wie das alte geendet hat,  frei nach dem Motto ‚guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da?‘ Es ist ja auch nur ein gedachter, willkürlicher Neuanfang (leider).

Die Probleme auf der Welt sind real, allerdings wird durch die Berichterstattung vieles zusätzlich dramatisch zugespitzt: Sonderberichte, weil es im Winter in den Bergen heftig schneit – Endzeitstimmung auf dem Bildschirm 😉

Der Austritt Großbritanniens aus der EU mit dem medienwirksamen Namen ‚Brexit‘ wird – falls er denn jemals stattfindet – vieles verändern. Es ist aber kein Weltuntergang und die Wirtschaft wird auch in diesem Fall wieder Mittel und Wege  und Schlupflöcher finden! Wirklichen Hunger oder Vertreibung werden wir hier in Deutschland deswegen nicht spüren.

Die Welt kann ich nicht ändern, aber ich kann sie für mich persönlich lebenswerter machen — und vielleicht profitiert auch mein Umfeld davon! Zur Stimmungsaufhellung im Wintergrau hier ‚eingefangene Sonnenstrahlen‘:

Ein Besuch in der Stadtbücherei gibt mir oft einen zusätzlichen kreativen Schubs – diesmal war es ein Buch über ‚Bildtransfer‘, also z. B. das Übertragen von Fotos aus Zeitschriften auf ein anderes Material; nach Lust und Laune kann man es dann noch weiter bearbeiten. So ist das Bild des jungen Jahres 2019 entstanden – hier noch weitere Experimente:

Zum Abschluss ein Foto meiner Amaryllis; sie begleitet mich seit Dezember, erfreut mich durch immer weitere Blüten. Ich werde versuchen, sie nach dem Verblühen durch das Jahr zu bringen, auf dass sie zum Jahresende erneut blüht – ob es gelingt, steht in den Sternen, wie so vieles;-)

 

 

 

Besinnliche Weihnachten

Weihnachtszeit

Und der Engel sprach: ‚Es sei Friede auf Erden!‘

Davon sind wir weit entfernt; wer hört schon auf Engel…- insbesondere manche Politiker scheinen auf niemanden mehr zu hören!

Ziehen wir uns ins Private zurück und genießen Weihnachten! In diesem Sinne:

Weil es so schön ist, noch ein paar weitere Wohlfühlbilder:

Der Weihnachswichtel hat alles rechtzeitig zum Fest geschafft und ruht sich nun aus.

Im Traum erscheint ihm ein Glücksschwein, welches ihn fragt, wie denn das Jahr 2019 werden soll?

Das weiß der Wichtel auch nicht – vielleicht können die weisen Eulen helfen?

Diese schauen in ihre Kristallkugel, erkennen aber nur schlechtes Wetter und deuten es als stürmische Zeiten, in denen wir uns befinden. Dazu hätte der Wichtel keine Kristallkugel benötigt!

Auch der alte Steinsitzer kann nicht die Zukunft voraussagen. Jedoch gibt er uns einen Spruch mit auf den Weg, der immer Gültigkeit besitzt:

Vorweihnachtszeit

 

Sylt im November: in diesem Jahr angenehm warm – man verdrängt die Ursachen dafür aus dem Hirn und lässt sich lieber die Sonne auf dasselbe scheinen! Und wer würde sich nicht über eine letzte blühende Heckenrose freuen?

Wieder daheim, eröffne ich die ‚Wichtelwerkstatt‘: Kleinigkeiten basteln für

Adventskalender, als Geschenke für liebe Menschen – und für mich selber…

Wir haben beschlossen, die große Kunsttanne dieses Jahr in ihrem Kellerquartier zu lassen, ein großer Zweig in einer Bodenvase wird sicherlich auch schön aussehen. Irgendwie haben meine Hände allerdings Bäume gebastelt 😉

Nun ja, Wald und Bäume sind eh allgegenwärtig bei mir:

In der nächsten Woche soll es tatsächlich den ersten Schnee geben – hier ein kleiner Vorgeschmack:

Und nicht vergessen: die Vorweihnachtszeit soll auf das Fest der Liebe einstimmen!

Indian Summer

Auch in Kanada war es in diesem Jahr ungewöhnlich heiß, selbst im September noch. Dementsprechend färbten sich die Bäume nicht farbenfroh –  aber wenigstens waren sie grün und nur selten vertrocknet!

Buntes gab es trotzdem genügend – hier ein paar Schnappschüsse:

Beim Wale-Watching war ich nicht schnell genug mit dem Knipsen, daher habe ich die Fantasie spielen lassen:

Besonders beeindruckt hat mich der Niagara-Fall! Auf dem Boot inmitten der Gischt des Falles konnte ich leider nicht fotografieren – die Versuche, das Erlebte wiederzugeben, gelingen nicht so recht. Dieses Bild trifft es etwas – daneben ein Foto direkt neben dem Fall.

Herbstfarben gibt es inzwischen in Berlin zu bewundern – als Fotos und als Aquarell festgehalten:

Einen schönen Herbst, meine Lieblingsjahreszeit, für euch alle – und diese Vögel werden bei mir bleiben und nicht in den Süden ziehen 🙂

 

 

 

 

Kein Titel

Mögliche Titel wären: Natur und Menschen sind verrückt, Widerstand gegen ‚Nationalisten‘, HILFE!, Chaos usw. 

Eigentlich sollte dies ein Sommerabschluss-Artikel werden; schon mit Bezug auf den Klimawandel, der sich in diesem Jahr hier sehr heiß und trocken bemerkbar machte. Die beiden Figuren zeigen Wärme und Hitze.

Ich druckte Baumstämme und spielte mit den Fotos davon.

Ein Abklatschdruck ergab für mich einen Sonnenauf- und untergang in leicht kitschigen Pastellfarben.

Als ich dies grade fertig hatte, brannte der Wald bei Berlin. Nicht, dass es nicht schon sehr viel gebrannt hätte in diesem Jahr – aber so dicht…

Unter diesem Aspekt erschienen mir die Bilder unheimlich: schwelte dort nicht noch Feuer im Sonnenaufgang; verbrannte Erde im Vordergrund? An den Baumstämmen züngeln Flammen….

Unentschlossen legte ich den Beitrag erst einmal auf Eis.

Die Jagd auf ausländisch aussehende Menschen in Chemnitz nach einem – wahrscheinlich durch Asylbewerber – zu Tode gekommenen Deutschen (selbst dürften sie sich gerne gegenseitig dezimieren…) macht mir Angst. Nicht um mich – um die Zukunft meiner Kinder und Enkel.

Die Collage entstand gestern Abend – zwei Schreihälse brauner Gesinnung in Chemnitz blickten mir aus der Tageszeitung entgegen. Zu ihnen gesellen sich in der Collage einige  ‚Anzugträger‘, die sich ungern ganz zeigen wollen. In der linken oberen Ecke schweigt die Betroffenheit….

Aber vielleicht sehe ich wieder zu schwarz bzw. braun – etwas Hoffnung ist noch da.