Scratch

Als ich nach Bildern schaute, die ich für den Artikel „Valentinstag“ verwenden könnte, entdeckte ich auch das Bild von den Rosen wieder.

Vor Jahren hatte ich da die „Sratch“-Technik ausprobiert: das Motiv wird mit Wachsmalstiften auf einem Blatt festerem Papier grob festgelegt und die gesamte Seite flächendeckend mit farbigen Wachsstiften überzogen. Danach nimmt man einen schwarzen Wachstift und geht damit über das Blatt – bis von der ursprünglichen Farbe nichts mehr zu sehen ist.

Mit einer Messerspitze kann man jetzt das Motiv freikratzen.

Mir fielen spontan zwei Motive ein, die sich für diese Technik eignen würden – also frisch ans Werk! Leider stellte ich mitten im Schaffensdrang fest, dass die schwarze Wachsmalkreide  nicht für ein vollständiges Abdecken ausreichen würde. Was nun?

Würde es auch mit schwarzer Ausziehtusche funktionieren? Gespannt wartete ich auf das Trocknen der Tusche.

Es funktioniert:

im Wald

Mondlicht

Warten auf den Frühling

So ganz langsam beginnt man ja zu glauben, dass es nicht mehr lange bis zum Frühling dauern kann – heute zogen am Himmel die ersten Gänse in Richtung Osten.

Oft sind die Tage aber auch noch grau und dann ist es in der Wohnung am gemütlichsten. Gestern nachmittag war es so; am Schreibtisch ist dann diese Monotypie entstanden:

In der restlichen Farbe auf der Glasplatte war, nachdem ich das Papier abgezogen hatte, der Umriss der Figur deutlich zu erkennen – warum also nicht noch einen „Negativdruck“ versuchen?

Dazu lege ich ein Blatt Papier auf die gefärbte Glasplatte und drücke es fest an. Im Idealfall erscheinen sämtliche Linien der Zeichnung dann in weiß auf dem dunklen Hintergrund.

Aber was ist schon ideal? Auf der rechten Seite des Bildes war nicht mehr genung Farbe gewesen und es waren nicht nur die Linien weiß geblieben. Daraufhin druckte ich die „weiße“ Seite noch einmal im Positivdruck – und hier das Ergebnis:

Positiv – und Negativdruck auf einem Blatt vereint

Valentinstag

Am 14.02. ist – wie jedes Jahr – Valentinstag; in meinen Augen ein Versuch der Geschäfte, die Kunden in der verkaufsschwachen Zeit zwischen Weihnachten und Ostern zum Kaufen zu animieren. Dabei ist die Idee ganz nett, jemandem, den man liebt – oder mag – das einmal zu zeigen – dazu sollte es nicht extra einen Tag geben müssen, aber in der Alltagshektik geht es doch oft unter.

Wer möchte, kann sich jetzt hier ein Bild aussuchen und verschicken – falls das technisch funktioniert, ansonsten einfach auf diesen Artikel hinweisen

Richter und ich

Kurzmitteilung

Seit dieser Woche werden Bilder von Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gezeigt. In dem Bericht zur Eröffnung waren Wolkenbilder zu sehen.

Wolken sind wohl etwas, was jeden fasziniert. Richters Wolken entstanden mit Ölfarbe auf riesigen Leinwänden – meine Wolkenbilder sind im Original ca.5 x 5 cm, als Aquarell: