Woll-Sommer

Wie war das mit dem Siebenschläfer…dieser Sommer war doch eher ein grün angestrichener Winter! Zwar habe ich eine geraume Zeit in Norwegen verbracht und dort meinen Wollpullover und die Daunenweste schätzen gelernt – aber hier in Deutschland war es auch nicht viel besser. Der zur Zeit stattfindende ‚Wahlkampf‘ ist ebenfalls nicht geeignet, die Gemüter zu erhitzen; Resignation im Sinne von ‚es ändert sich eh nix‘ macht sich breit. Bevor wir ganz wegdämmern, schauen wir uns ein paar Fotos aus Norwegen an:

Es leben dort viele Schafe – man trifft sie an Wanderwegen und auch auf Straßen; geschoren werden sie anscheinend nicht und so bleiben sie mit ihrem Zottelfell an Büschen hängen. Diese Wolle habe ich eingesammelt. Auf die Frage, was ich damit machen will, wusste ich noch keine Antwort – aber die Ideen kommen ja von alleine!

Man kann daraus Wollkugeln fertigen, wie Pompons – funktioniert übrigens auch mit Zeitungspapier.

Aus den Wollkugeln werden Schafe mit Zahnstocherbeinen.

Eine Puppe, fast so alt wie ich, erhält mit einer Wolllperücke ein altersgemäßes Aussehen.

Während ich hier so vor mich hin werkelte, tobten die Hurrikans an Amerikas Küsten – die grundierte Leinwand erschien mir auf einmal wie ein aufgepeitschtes Meer. Das konnte nicht so bleiben: als Schöpfer meiner Bilder ließ ich das Meer sich beruhigen und pflanzte eine Palme.

Und jetzt stelle ich mich auf einen schönen Herbst ein!