Tanzende Tulpen

In diesem Jahr verwöhnt uns ein warmer Februar, Vorfrühlingsstimmung – flugs ein Körbchen mit Tulpenzwiebeln gekauft: jede Zwiebel treibt lange Stiele in die Höhe, kreuz und quer, wie zum Tanz. Aber ach, am Ende entwickelt sich eine einzige kleine Tulpe aus dem tanzenden Grün; dieses geht schnell in fahles Gelb und trockenes Braun über…

Nein, wir wollen diese Entwicklung nicht als Omen für das weitere Jahr nehmen, selbst wenn das folgende Experiment  aus Acryltusche, Wasser und Silikonöl auf den ersten Blick auch nicht frühlingshaft anmutet.

Doch aus dem Vergehenden entsteht Neues: weiße Blumen erheben sich aus dem toten Holz, so wie die ersten Winterlinge  aus dem verwelkten Laub hervorlugen.

Es wird doch! Bunte Vögel flattern auf, der Sonne entgegen:

Auch die  drei folgenden Bilder sind in Transfertechnik entstanden .
– die Umgebung der ersten beiden ergab sich nach und nach von alleine, sozusagen in Zwiesprache mit dem Papier – im Gegensatz dazu das dritte Bild, eine schnelle Skizze, zu der sich – schon wieder! – ein Vogel gesellt.

Nach so vielen bewegten Bildern zum Abschluss ein absolut meditatives Bild: Kreide strichweise auf einen Malkörper aufgetragen, mit den Fingern verstrichen und zum Schluss lackiert. Schon die Herstellung hat etwas sehr Beruhigendes – das sieht man dem Ergebnis auch an, finde ich; manch einer mag es sogar langweilig finden…

Und jetzt frisch ans Werk, was auch immer ihr beginnt!