Früher war mehr Lametta

Dieser Satz stammt aus einem Sketch von Loriot; inzwischen ein geflügeltes Wort – damit  nicht nur wegen des Lamettas wunderbar zur engelsreichen Weihnachtszeit passend!

Im übertragenen Sinn ist damit gemeint, dass es früher besser war. Grade jetzt in der Vorweihnachtszeit wird wieder Rückbesinnung auf alte Werte gepredigt: gemütlich im trauten Familienkreis Kekse knuspernd beisammen sitzen, den Blick auf am Weihnachtsbaum brennende Kerzen gerichtet und gemeinsam singen. Draußen rieselt leise der Schnee und im Ofenrohr duften die Bratäpfel…

Das ist in etwa so realistisch wie im Urlaub aus der Chartermaschine zu klettern und einen einsamen Strand für sich und seinen Lieblingsmenschen zu erwarten…

Ich habe mich heute – während ich mit dem Putzen der Wohnung beschäftigt war –  gefragt, ob früher wirklich alles besser war? Subjektiv gesehen vieles: angefangen bei einem selber ( ab einem gewissen Alter bekommt man das innere Bild und das Spiegelbild immer schlechter übereinander); früher gab es  Postämter und Banken mit mehreren geöffneten Schaltern, in Ämtern hatte man persönliche Ansprechpartner und keine schlecht ausgebildeten Callcentersklaven usw. usf.

Wie gesagt, es sind subjektive Wahrnehmungen. Menschen meiner Generation und älter werden mir zustimmen, dass wir vieles früher besser fanden – vielleicht ist es aber heute gar nicht schlechter – sondern nur ANDERS??

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Je älter er wird, desto schwerer fällt es ihm, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben und sich mit ’neumodischem Kram‘ anzufreunden.  Doch sollten wir Alten uns hüten, alles Neue per se als ’schlechter als früher‘ zu verurteilen. Wer in der jetzigen Zeit aufwächst, kennt es nicht anders: das Heute wird ihm im Alter als die ‚gute alte Zeit‘ erscheinen!

Egal, ob alt oder jung: Frohe Weihnachten!!!!!

Das war ein recht langer Text ; es ist aber auch der letzte auf dieser Seite: ich beende den Blog hiermit.

Bilder verschicke ich zwischendurch schon immer per WhatsApp. Wer von meinen Freunden das nicht nutzt, bekommt die Fotos beim nächsten persönlichen Treffen zu sehen.

Abgesehen davon ist in diesem Programm der Wurm drin – und wahrscheinlich nicht nur bildlich gesprochen: während des Tippens tippte mir irgendwas einzelne Buchstaben in freie Zeilen… Danach schaltete sich die Kamera ein und zeigte mir meine Knie, auf denen das Tablet liegt.

Alles im Leben hat seine Zeit – die Zeit von artifex-renata hier ist vorüber – aber wir bleiben in Kontakt 🙂