Zuviel des Guten

Sonne spendet Licht und Wärme — aber es ist mit ihr dasselbe wie mit anderen guten Dingen: zuviel ist ungesund und man mag es nicht mehr. Wer zuviel von einer ansich leckeren Sache gegessen oder getrunken hat bis ihm schlecht wurde, wird sie beim nächsten Mal meiden oder den Genuss beschränken. In gewissem Maße können wir auch der sengenden Sonne ausweichen – mit der Wärme wird es schon schwerer: so attraktiv sind Supermärkte und Malls auch wieder nicht, dass man dort stundenlang vor den Kühltheken oder Kleiderständern stehen möchte – und nachts liegt man ohne Klimaanlage dampfend im eigenen Saft…

Mein Arbeitstisch ist normalerweise ein wunderbar heller Platz direkt vor dem Fenster – jetzt dämpft ein Vorhang die Temperatur dort etwas, so dass wenigstens ein paar Spielereien entstehen können, wie die kleine Ente aus einem Schneckenhaus oder der Wächter.

Ein paar Kerzenständer sind in Vorbereitung auf den Herbst auch schon mal entstanden.

Und auch der Speckstein aus Norwegen hat mir jetzt gezeigt, was in ihm steckt – ich hatte erst eine Skizze angefertigt, aus der dann eine Monotypie wurde.

 

Dieser Beitrag wurde mit einem kalten, feuchten Handtuch im Nacken geschrieben und zeigt zum Abschluss noch ein paar schöne Sommerfotos:

Sommerliche Bilder

Es ist zwar grade erst der offizielle Sommeranfang vergangen, aber die Temperaturen der letzten Wochen waren wie im Hochsommer – einschließlich Trockenheit bzw. Gewittern. Im Mai war ich einige Zeit im Indischen Ozean unterwegs, genoss dort schon warmes Wetter mit leichter Schwüle; hier ein paar typische Fotos:

Tropische Blumen; könnte man sich in der Fantasie nicht schöner vorstellen:

Abgestorbene und angespülte Korallenstücke liegen zu Tausenden am Strand – leider ist es streng verboten, sie auszuführen:

Zurück in Deutschland musste ich mich klimatisch kaum umstellen: das Tropenwetter war auch hier! Meiner Kreativität ist so viel Wärme nicht zuträglich, es reichte grade, das Sonnenschirmmotiv zu skizzieren, zu aquarellieren und einen Schaumstoffdruck anzufertigen:

Langsam, während ich das Fotoalbum fertigstellte, kamen doch so ein paar Ideen: Blüten, Holz, Blüten auf Holz, Blüten auf Holz und dazu Schmetterlinge: so soll es sein:

Auf dem Titelbild hat ein übrig gebliebener Schmetterling sein Zuhause in einem auf Leinwand transferierten Zeitschriftenbild gefunden – mir gefällt diese Kombination sehr gut.

Kreative Sommertage – in welchem Metier auch immer – das lenkt auch von den düsteren Wolken am Politikhimmel ab…

Der Mensch und andere Figuren

Meine Sehnsucht nach Meer aus dem letzten Beitrag wurde gestillt: ein paar Tage auf Rügen bei herrlichem Sonnenschein und steigenden Temperaturen weckten die Frühlingsgefühle und die Kreativität!

An manchen Stränden findet man unzählige Steine in den unwahrscheinlichsten Formen – ein paar davon wanderten in meine Taschen; je näher wir unserem Auto kamen, desto schwerer wurde ich…

Zuhause, auf dem Tisch ausgebreitet, sahen manche schon ohne Bearbeitung sehr figürlich aus, andere benötigten etwas Farbe oder Klebstoff:

Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, wo der Mensch bleibt, ihr habt noch keinen gesehen?

Am letzten Sonntag habe ich an einem Workshop in chinesischer Kalligrafie teilgenommen – vorher hatte ich mich schon etwas eingestimmt mit ein paar Pinselübungen:

Es war aber kein Vergleich zu den dortigen echten chinesischen Pinseln und der selbst gefertigten Reibetusche! Und dies ist das Zeichen für ‚Mensch‘ 😉

Frohe und friedliche Ostern!

Der meteorologische sowie der kalendarische Frühling sind da, die Uhr wurde schon auf Sommer gestellt – nur das Wetter und  das politische Klima sind eher winterlich.

Den kleinen Friedensvogel habe ich auf einem Poster gesehen; er inspirierte mich zu dieser Collage. Die verschiedensprachigen Zeitungsausschnitte im Hintergrund symbolisieren die unterschiedlichen Völker.

Draußen zwitscherten die Spatzen und immer mehr Vögel bevölkerten meinen Schreibtisch – das Peace-Zeichen veränderte sich zum Osterei.

Ein kleiner gelber Vogel versteckt sich im Gestrüpp.

Vogelfamilien setzten sich als Monotypien auf verschiedene Untergründe.

Irgendwann schwirrte mir der Kopf und ich malte mir ein Seebild, um ihn wieder frei zu bekommen!

Gute Laune, einen freien Kopf, nette Gesellschaft und einen wohlig gefüllten Magen: Frohe Ostern!

Fester Stand

Dieses Bild entstand wieder von ganz allein –

ich fragte mich, was ich da sehe: eine helle Haartolle von Trump? Und ein brauner Ring darum?? Was überrollt uns da?

Geschwächt vom Zusehen bei dem Problem, eine Regierung zu bilden, dem Herumgeeiere, den Machtkämpfen und Wortbrüchen war mir nach Arbeiten mit den Händen: ich beschloss, eine Figur zu formen; diesmal aber keine ruhende, sitzende oder zarte – nein, ein stabiles Kerlchen sollte es werden, das allem trotzen kann. Hier sind die einzelnen Schritte dokumentiert:

Fertig!! Die rote Farbe soll in diesem Fall die Kraft ausdrücken, keine politische Richtung.

Da sich der Stärkste auch einmal entspannen muss, zum Abschluss ein ruhiges Seerosenbild und zwei Variationen:

 

Rätsel

Zum Jahresanfang ein kleines Training im ‚Genau hinsehen‘ – bei den ganzen Fake News und Halbwahrheiten, die uns täglich serviert werden, kann das nicht schaden!

Wir fangen ganz einfach mit einem Abdruck an, aus dem mich ein Tier anschaute:

Nun folgt eine Postkarte, die ich verfremdet habe:

Ich habe die Unterschiede nicht gezählt 😉

Zum Abschluss etwas für Könner – sieht man auf diesem Foto eine junge Frau oder einen Mann/alte Frau oder beide im Wechsel:

Wer sich nun nur noch auf eine Insel wünscht – bitte sehr 🙂

Das Rad der Zeit

Je älter ich werde, desto schneller scheint sich das Rad der Zeit zu drehen – jetzt stehen wir schon kurz vor dem Wechsel in das Jahr 2018!

Jeder verbringt den Jahreswechsel auf seine Weise; schlafend, entspannt mit lieben Menschen oder nachdenklich,

mancher auch allein, ängstlich oder voller Hektik

oder mittendrin im Feuerwerk!

Und im neuen Jahr geht es wieder weiter wie gehabt. Kaum jemand macht sich bewusst, wie kurz eigentlich das ‚jetzt‘ ist: wir werkeln für die Zukunft, freuen uns auf die nächste Reise – gelegentlich denken wir glücklich an Vergangenes bzw. bedauern unsere früher gemachten Fehler; aber wir leben JETZT, in diesem Moment!

Atmet tief ein und erlebt, fühlt und geniesst genau diesen Augenblick, bevor er schon wieder Vergangenheit ist. Mir gibt dieses Durchatmen Kraft; euch vielleicht auch – wir werden sie im kommenden Jahr brauchen 😉

Einen guten Rutsch in ein friedliches Jahr 2018!!

Weihnachten 2017

In diesem Herbst gab es diverse Probleme mit der Postzustellung: in manchen Bezirken konnte man froh sein, einmal in der Woche Post zu erhalten. Vorsichtige Menschen schicken daher jetzt ihre Weihnachtspost rechtzeitig ab. Im Moment klappt es mit der Verteilung allerdings sehr gut – ich habe schon viele Weihnachtswünsche erhalten. Interessanterweise hat die Sorge des ’nicht rechtzeitig Ankommens‘ auch Auswirkungen auf den Mailverkehr – diverse Grüße sammeln sich schon im Posteingang – so langsam gerate ich in Stress …

Stress mag ich aber gar nicht in dieser magischen und besinnlichen Weihnachtszeit – also stelle ich jetzt fix ins Netz, was ich bisher habe!

Die beiden oberen Fotos sind bei einem Weihnachtsmärchen auf dem Eis entstanden und – etwas verfremdet – schöne Weihnachtsmotive!

Euch allen ein stimmungsvolles und friedliches Weihnachtsfest!!

Übrigens; wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum umherirrt:

aus einem alten Buch kann ein neuer Baum entstehen!

 

 

Spätherbst ?

Gefühlt ist es Spätherbst, der Kalender zeigt etwas anderes:

Also stimmen wir uns auf Weihnachten ein, zünden Kerzen an, besuchen einen Weihnachtsmarkt, basteln kleine Engel und größere Weihnachtswichtel.

Schön entspannt lehnen wir uns zufrieden zurück, betrachten schon mal Schneelandschaften und freuen uns auf den Winter!

Aber ach – vor den Feiertagen sind noch so viele Besorgungen zu machen

  • tschüß, ich muss dann mal los!!

Licht!

Novembergrau. Zeitumstellung, der Nachmittag verschwindet schon früh in der Dunkelheit.

Alles strebt dem Licht entgegen.

Von meinen Herbstspaziergängen hatte ich einiges an Holz nach Hause gebracht – geputzt und geschliffen wollten die beiden Wurzeln der Sonne engegenfliegen: einmal als Gandalf ( Zauberer bei ‚Herr der Ringe‘)

und zum anderen als fliegender Elch:

Zwei weitere Holzstücke entpuppten sich als Vögel…

Nach soviel Fliegendem, Entfliehenden brauchte ich dringend Erdhaftung und verpasste einem Stein einen Kopf aus Pappmache.

Und nun ist Zeit zum Entspannen!